Bodenarbeit & Kommunikation

Zwei Wesen – eine Sprache und der Dialog ohne Worte

Bodenarbeit ist ja ein weiter Begriff.
Mein Ziel ist es hier, dass die Pferde gerne mit mir arbeiten, dass sie sich wohl fühlen, entspannt und gern mit mir zusammen sind. Pferde suchen beim Menschen  Sicherheit und Orientierung, so dass sie sich anvertrauen und entspannen können.

Es ist wichtig, dass das Pferd dir zuhört und Manöver und Bewegungen mit Leichtigkeit zeigt und zwar dann, wenn es gefragt ist. Es geht also um die Beziehung zueinander und ein gutes Trainingsergebnis, welches ja immer individuell je nach Pferd-Mensch-Paarung ist.

Bodenarbeit beginnt schon wenn du dein Pferd von der Weide oder aus dem Stall holst, beim Putzen oder Führen. Denn Pferde lesen dich jede Sekunde  und sind Experten im Erkennen deiner Körpersprache. Sie entschlüsseln deine Gefühle, Stimmungen. Ängste, wissen wer du bist oder gern sein würdest.

Bodenarbeit heißt im Grunde, dass du mit deinem Pferd Übungen vom Boden aus machst und es so vorbereitest, auf das was du später dann vom Sattel aus machen möchtest. Es ist die Vorbereitung zum Reiten oder um das Reiten zu verbessern.

Es heißt aber auch, dass du  mit deinem Pferd eine Beziehung aufbaust, als Grundlage für den gesamten Umgang mit ihm und für das, was du dir von ihm wünschst.

Dazu gehört für mich Respekt, Vertrauen, Kontrolle, Führtraining, Kommunikation, Körpersprache, Sicherheit miteinander, Höflichkeit, Achtsamkeit und gegenseitiges Zuhören.

Es geht hier also um das Pferd, den Menschen und den Prozess.

Einmal also das Pferd im Mittelpunkt, mit seinem natürlichen Hintergrund, seinen Bedürfnissen und seinen Erfahrungen.

Du als Mensch hast einen großen Einfluss auf dein Pferd, denn das was du fühlst, wie du führst, handelst und wahrnimmst wirkt sich auf dein Pferd aus.

Dein Pferd muss angstfrei Fehler machen dürfen, aber du musst auch aktiv auf Respektlosigkeit oder gar Übergriffe reagieren, denn sonst wird dein Pferd tun und lassen was es gerade möchte.

Für eine gelungene Kommunikation macht es z.B. manchmal Sinn mit Leckerlis zu arbeiten, aber ein anderes Mal wäre das nicht hilfreich und sogar absolut kontraproduktiv. Hat dein Pferd die Möglichkeiten die Arbeit mitzugestalten, bringt es sich viel engagierter und selbstsicherer ein.

Mensch und Pferd haben verschiedenen Ebenen der Kommunikation.

Da gibt es das was du tust, was du denkst und was du fühlst, also die körperliche Ebene, die mentale Ebene und die emotionale Ebene und wenn nur eine davon gestört ist, gibt es das sogenannte Problemverhalten. Z.B. du kannst dein Pferd nicht von der Weide holen, es geht nicht auf den Hänger, lässt sich nicht satteln oder trensen …und vieles mehr.

Im Vordergrund meiner Arbeit steht von daher das Beziehungs- und Kommunikationstraining. Dazu kommen dann natürlich praktisches „Pferdewissen“ und die richtigen Techniken.